Radtour vom Priwall nach Kaunas – Etappe 2: Rostock – Stralsund

109,56 km | Fahrzeit 4h 46 min | Abwechslungsreiche und gut ausgebaute Etappe durch Felder, Wälder und die Vorpommersche Boddenlandschaft

Tagesroute

Heute waren wir wider Erwarten flott und dynamisch unterwegs. Bei gutem Fahrradwetter (bedeckt, aber trocken) sind wir um kurz vor zehn in Rostock gestartet. Die Stadt hat auf uns nicht nur sehr lebenswert gewirkt, sondern punktet auch mit einer tollen Fahrradinfrastruktur. Ab der Stadtgrenze sind wir bis Graal-Müritz fast ausschließlich auf reinen Radwegen durch autofreie Felder und Wälder gefahren – ein Traum! In Ribnitz-Damgarten haben wir uns ein zweites Frühstück gegönnt, bevor es wieder gestärkt in den Sattel zurück ging. Bis nach Barth war es dann auch nicht mehr weit und frei nach dem Motto „in jeder Pause wird gefuttert“ haben uns zwei Kugeln Eis pro Nase die nötige Energie geschenkt, um bis Stralsund voll durchzupowern. Der Radweg zwischen Barth und Stralsund ist sehr empfehlenswert, denn er führt direkt am Barther Bodden lang und besticht durch beeindruckende Panoramen, viele Vögel und Tiere und wieder – keine Autos! Um kurz nach vier haben wir unsere Unterkunft für heute erreicht, die zwar etwas vom Zentrum entfernt ist, dafür aber gut ausgestattet, fahrradfreundlich und gut gelegen.

Impressionen vom Wegesrand

Highlights

  • Dass es morgens aufgehört hat zu regnen und wir nur zum Ende hin ganz vereinzelte Tropfen abbekommen haben.
  • Die grandiosen und größtenteils super intakten Radwege. Dazu Lennart: „Warum werden außerorts die Radwege besser und die Straßen schlechter?“ Gute Frage, Stadt Hamburg!
  • Das Sanddorn-Buttermilch-Eis in Barth. Lecker!
  • Der Geruch nach Wald.
  • Die Weite und Einsamkeit am Barther Bodden.
  • Unsere fahrradfreundliche Unterkunft (apart hotel Stralsund).
  • Der Pizzalieferdienst (es regnet und die Altstadt ist 30min zu Fuß entfernt – morgen kommen wir sowieso mit dem Fahrrad durch).

Lowlights

  • Der Schilderwald bestehend aus Radweg-endet-Zeichen, die einem aber leider nicht sagen, wo man danach hin soll. Warum haben wir in Deutschland eigentlich so viele Schilder?

Wusstest du schon, dass…

in Ribnitz-Damgarten die historische Landesgrenze zwischen dem alten Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin und der preußischen Provinz Pommern liegt? Ribnitz ist mecklenburgisch, Damgarten pommersch. Der Fluss Recknitz war bis 1945 der Grenzfluss. Dahinter liegt Vorpommern, der reichere Teil von Pommern. Die sowjetische Besatzungsmacht hat 1945 Mecklenburg und Vorpommern zu einem Land zusammengelegt. Dieses Land vom Priwall bis zur Oder hieß zuerst nur Mecklenburg, weil die Polen darauf bestanden haben, dass der Name Pommern in Deutschland verschwinden muss (Quelle: Opi).

Und morgen geht es um Usedom.

Unser Tag in einem GIF

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